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Warum zwei Einkommen in Europa nicht automatisch finanzielle Sicherheit bedeuten

Zwei Einkommen gelten als Synonym für Stabilität. In vielen Teilen Europas fühlt sich genau das heute deutlich weniger selbstverständlich an. Denn zwei Einkommen in Europa bedeuten nicht automatisch finanzielle Sicherheit. Steigende Lebenshaltungskosten, hohe Fixkosten und eine veränderte Ausgabenstruktur sorgen dafür, dass selbst Doppelverdiener oft weniger Spielraum haben als erwartet. Genau hier liegt der eigentliche Punkt: Finanzielle Sicherheit entsteht nicht allein durch die Höhe des Einkommens, sondern durch dessen Struktur, Belastbarkeit und das, was nach allen laufenden Kosten tatsächlich übrig bleibt.

Haftungsausschluss
Dieser Artikel wird von Finorum ausschließlich zu Informations- und Vergleichszwecken veröffentlicht und stellt weder eine Finanz-, Steuer- noch Rechtsberatung dar. Die dargestellten Einkommenszahlen und Beispiele basieren auf öffentlich zugänglichen Daten, unter anderem von Eurostat und der OECD, und beruhen auf standardisierten Annahmen (z. B. eine alleinstehende Person mit durchschnittlichem Einkommen). Diese Angaben sind indikativ und berücksichtigen keine individuellen Umstände. Steuerregelungen, Sozialabgaben und Einkommensstrukturen unterscheiden sich innerhalb Europas erheblich und können sich jederzeit ändern. Entsprechend können die tatsächlichen Ergebnisse deutlich abweichen. Alle Vergleiche sind vereinfacht dargestellt und dienen ausschließlich dazu, strukturelle Unterschiede aufzuzeigen, nicht jedoch als Grundlage für konkrete finanzielle Entscheidungen. Leserinnen und Leser sollten eigenständig recherchieren oder eine qualifizierte Fachperson konsultieren, bevor sie finanzielle Entscheidungen treffen.


Einzel- vs. Doppelverdiener-Haushalte in Europa: Was sich tatsächlich verändert

Zwei Haushalte können dasselbe Gesamteinkommen erzielen – und dennoch in völlig unterschiedlichen finanziellen Realitäten leben.

Genau hier verfehlen die meisten Vergleiche den Kern. Beim Vergleich von Ein- und Zwei-Verdiener-Haushalten innerhalb der Einkommensarten in Europa geht es nicht nur darum, wie viel Geld hereinkommt, sondern wie dieses Einkommen strukturiert ist. Ein Einkommen und zwei Einkommen unterliegen unterschiedlichen Rahmenbedingungen – selbst wenn die Gesamtsumme identisch erscheint.

Gleiche Summe. Unterschiedliches System.

Ein einfaches Beispiel: Ein Haushalt mit 3.000 Euro aus einem Gehalt steht vor einer völlig anderen Realität als ein Haushalt mit 1.500 + 1.500 Euro. Die Gesamtsumme ist gleich. Das Risiko nicht. Fällt im ersten Fall das Einkommen weg, verliert der Haushalt alles. Im zweiten Fall nur die Hälfte.

Was ändert sich also wirklich?

Die Antwort liegt in der Risikoverteilung zwischen den Verdienern, in der Einkommensstabilität und in der Flexibilität. Genau das ist der Kern von Einkommensunterschieden auf Haushaltsebene in Europa – nicht die Zahl selbst, sondern die Widerstandsfähigkeit des Einkommens unter Druck.

Und dann kommt das Verhalten hinzu.

Ein Einverdiener-Haushalt plant meist rund um einen vorhersehbaren Cashflow. Ausgaben, Sparverhalten und finanzielle Entscheidungen orientieren sich an dieser Struktur. Doppelverdiener-Haushalte hingegen operieren mit mehr beweglichen Teilen – zwei Zeitplänen, zwei Karrieren und oft auch höheren laufenden Kosten.

Hier beginnt die eigentliche Frage: Kann man von einem Einkommen in Europa leben? Und sie hängt weniger von der Höhe ab als von Lebenshaltungskosten, Jobsicherheit und Erwartungen im Haushalt.

Denn Einkommen ist in der Praxis mehr als nur Geld.

Es ist eine Struktur, die bestimmt, wie ein Haushalt Risiken auffängt, für die Zukunft plant und auf Veränderungen reagiert.


Einverdiener-Haushalte: Einfach, aber anfälliger

Ein Einkommen kann ausreichen.

Bis es das nicht mehr tut.

Ein Einverdiener-Haushalt ist strukturell einfach. Ein Gehalt, eine Einkommensquelle, ein finanzieller Anker. Innerhalb der Einkommensarten in Europa funktioniert dieses Modell vor allem dann, wenn Kosten kontrollierbar sind, Wohnraum erschwinglich bleibt und das Einkommen stabil ist.

Einfach. Aber exponiert.

Ein Beispiel: Ein Haushalt in Spanien mit 2.500 Euro Nettoeinkommen. Miete, Nebenkosten, Lebensmittel – alles ist abgedeckt, aber mit wenig Spielraum. Fällt dieses Einkommen – auch nur temporär – weg, gibt es keinen zweiten Puffer.

Die gesamte finanzielle Verantwortung liegt auf einer Quelle. Wird diese unterbrochen – durch Jobverlust, Krankheit oder reduzierte Arbeitszeit – ist der gesamte Haushalt sofort betroffen. Es gibt keinen internen Ausgleich.

Genau das macht diese Struktur anfällig.

Wo entsteht der Druck?

Schleichend. Fixkosten wie Miete, Energie und Lebensmittel passen sich nicht an, wenn das Einkommen unsicher wird. Der Handlungsspielraum schrumpft.

Deshalb hängt die Frage, ob ein Einkommen in Europa ausreicht, zunehmend vom Standort ab. In Regionen mit niedrigeren Kosten kann es funktionieren. In teuren Städten wird es schnell schwierig.

Und diese Kompromisse sind real.

Ein Einverdiener-Haushalt hat oft geringere Betreuungskosten, weniger Pendelaufwand und weniger externe Ausgaben. Doch das geht zulasten der Einkommensdiversifikation – und häufig auch des Vermögensaufbaus.

Ist es also stabiler?

Nicht unbedingt.

Es wirkt stabil – ein Einkommen, ein Plan. Doch strukturell konzentriert sich das Risiko auf einen Punkt.

Und genau dort liegt das Problem.

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Doppelverdiener-Haushalte: Mehr Einkommen, aber nicht automatisch mehr Sicherheit

Zwei Einkommen sollten alles einfacher machen.

In der Realität machen sie es oft nur anders.

Beim Vergleich von Ein- und Zwei-Verdiener-Haushalten innerhalb der Einkommensarten in Europa haben Doppelverdiener einen klaren Vorteil: höheres Gesamteinkommen. Laut Eurostat lag das jährliche Nettoeinkommen eines kinderlosen Doppelverdiener-Haushalts 2024 bei rund 59.445 Euro im standardisierten Modell.

Mehr Einkommen. Aber auch mehr Komplexität.

Ein Beispiel: Ein Paar in Deutschland mit jeweils 2.500 Euro netto. Auf dem Papier eine starke Position. Doch diese Struktur bringt zusätzliche Kosten mit sich – Pendeln, arbeitsbezogene Ausgaben und Dienstleistungen, die Zeit ersetzen.

Warum fühlt es sich trotzdem oft nicht einfacher an?

Weil mehr Einkommen nicht automatisch mehr finanziellen Komfort bedeutet. Doppelverdiener-Haushalte arbeiten mit engeren Zeitplänen und geringerer Flexibilität – was die Abhängigkeit von externen Services erhöht.

Mehr Geld verändert auch die Ausgabenstruktur.

Und dann gibt es den strukturellen Vorteil.

Zwei Einkommen reduzieren die Abhängigkeit von einer Quelle. Fällt eines weg, bleibt das andere bestehen. Risiko wird verteilt.

Aber dieser Vorteil hat seinen Preis.

Zwei Karrieren bedeuten weniger Zeit, mehr Koordination und oft höhere laufende Kosten. Besonders bei Kinderbetreuung kann ein erheblicher Teil des zweiten Einkommens wieder aufgezehrt werden.

Ist ein Doppelverdiener-Haushalt also immer besser?

Nicht zwingend.

Er bietet mehr Potenzial und bessere Risikoverteilung – aber auch neue Kosten und Einschränkungen.

Und genau hier beginnt der echte Vergleich.


Lebenshaltungskosten in Europa: Warum zwei Einkommen zum Standard werden

In vielen europäischen Städten reicht ein Einkommen nicht mehr aus.

Nicht weil Erwartungen gestiegen sind – sondern weil Kosten gestiegen sind.

Beim Vergleich von Haushalten innerhalb der Einkommensarten in Europa zeigt sich ein klarer Trend: steigende Lebenshaltungskosten treiben die Notwendigkeit von zwei Einkommen.

Besonders in urbanen Räumen.

Daten von Eurostat zeigen: Höhere Einkommen gehen oft mit höheren Kosten einher – was einen Teil des Vorteils wieder neutralisiert.

Was bedeutet das konkret?

Einkommen allein reicht nicht mehr als Kennzahl. Wohnkosten dominieren.

Ein Beispiel: Ein Haushalt in Paris mit 3.000 Euro netto. Ein großer Teil davon fließt in Miete. Spielraum bleibt kaum.

Ein Doppelverdiener-Haushalt mit 1.800 + 1.800 Euro steht nicht unbedingt besser da – aber stabiler.

Zwei Einkommen sind zunehmend keine Wahl mehr.

Sondern Voraussetzung.

Doch das hat Konsequenzen.

Mehr Einkommen führt oft zu mehr Ausgaben – Kinderbetreuung, Services, Zeitersatz.

Ein Kreislauf entsteht.

Löst das das Problem?

Teilweise.

Aber es passt sich ihm auch an.

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Risiko und Stabilität: Ein Einkommen vs. zwei Verdiener

Einkommen ist nicht nur eine Frage der Höhe.

Sondern der Ausfallsicherheit.

Hier zeigt sich der größte Unterschied innerhalb der Einkommensarten in Europa.

Ein Einkommen bedeutet vollständige Abhängigkeit.

Fällt es weg – fällt alles weg.

Ein Punkt. Ein Risiko.

Zwei Einkommen funktionieren anders.

Fällt eines weg, bleibt ein Teil bestehen.

Ein Haushalt in den Niederlanden mit 2.000 + 2.000 Euro verliert bei Ausfall eines Einkommens nicht alles – sondern passt sich an.

Das ist strukturelle Resilienz.

Welches Modell ist stabiler?

Oberflächlich wirkt ein Einkommen einfacher.

Strukturell sind zwei stabiler.

Denn Risiko wird verteilt – nicht konzentriert.

Und genau das wird entscheidend, wenn sich Bedingungen ändern.

Denn finanzielle Stabilität zeigt sich nicht, wenn alles gut läuft.

Sondern wenn es das nicht tut.


Zeit vs. Geld: Der Trade-off zwischen einem und zwei Einkommen

Mehr Einkommen bedeutet in der Regel weniger Zeit.

Und genau dieser Trade-off wird selten direkt angesprochen.

Beim Vergleich von Ein- und Zwei-Verdiener-Haushalten innerhalb der Einkommensarten in Europa ist die finanzielle Seite nur ein Teil der Gleichung. Die Struktur eines Haushalts bestimmt auch, wie Zeit genutzt wird – und wie viel davon tatsächlich verfügbar ist.

Denn Einkommen existiert nicht isoliert.

Ein Doppelverdiener-Haushalt funktioniert oft nach engeren Zeitplänen. Zwei Arbeitskalender, Pendeln, Kinderbetreuung – alles muss aufeinander abgestimmt sein. Mit der Zeit sinkt die Flexibilität, während die Abhängigkeit von Komfortlösungen steigt: fertige Mahlzeiten, Lieferdienste, bezahlte Kinderbetreuung und ausgelagerte Aufgaben.

Mehr Geld. Weniger Zeit.

Ein Beispiel: Ein Paar in Deutschland, beide in Vollzeit beschäftigt. Das gemeinsame Einkommen sorgt für finanzielle Stabilität – doch der Alltag wird stärker strukturiert. Der Morgen ist durchgetaktet, der Abend komprimiert, Zeit wird organisiert – nicht frei genutzt.

Wo liegt also der Trade-off?

Mehr Einkommen erhöht die finanzielle Leistungsfähigkeit, reduziert aber oft die frei verfügbare Zeit. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen Lebensmodellen mit einem oder zwei Einkommen – nicht nur im Budget, sondern im Alltag.

Einverdiener-Haushalte funktionieren anders.

In vielen Fällen übernimmt ein Partner einen größeren Anteil der Haushaltsorganisation, während der andere das Einkommen erwirtschaftet. Das kann mehr Flexibilität im Tagesablauf schaffen, weniger Koordinationsaufwand und eine geringere Abhängigkeit von bezahlten Dienstleistungen.

Doch diese Flexibilität hat ihren Preis.

Ein niedrigeres Gesamteinkommen bedeutet geringeren finanziellen Spielraum, langsameren Vermögensaufbau und oft weniger Optionen bei Wohn- und Lebensstilentscheidungen. Der Trade-off ist nicht theoretisch – er zeigt sich im Alltag.

Worauf optimieren Haushalte also tatsächlich?

Zeit oder Geld?

In der Realität versuchen die meisten, beides auszubalancieren. Doch innerhalb der Einkommensarten in Europa wird dieses Gleichgewicht weniger durch Präferenz bestimmt – sondern zunehmend durch Notwendigkeit.

Und genau hier wird der Trade-off real.

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Welche Haushaltsform ist langfristig stabiler?

Über die Zeit gewinnt die Struktur an Bedeutung.

Mehr, als viele erwarten.

Innerhalb von Ein- und Zwei-Verdiener-Haushalten in den Einkommensarten in Europa wird das langfristige Ergebnis nicht dadurch bestimmt, wie viel ein Haushalt in einem einzelnen Jahr verdient – sondern wie konstant er sparen, sich anpassen und finanzielle Schocks abfedern kann.

Denn genau das akkumuliert sich.

Doppelverdiener-Haushalte haben strukturell meist einen Vorteil. Höhere kombinierte Einkommen schaffen mehr Spielraum für Sparen und Investieren – selbst wenn ein Teil dieses Einkommens durch höhere laufende Kosten aufgezehrt wird. Über die Zeit führt das oft zu stärkeren finanziellen Puffern und schnellerem Vermögensaufbau.

Mehr Kapazität. Mehr Flexibilität.

Ein Beispiel: Ein Doppelverdiener-Haushalt spart 500 Euro monatlich, ein Einverdiener-Haushalt 200 Euro. Kurzfristig wirkt der Unterschied überschaubar. Über zehn Jahre wird er jedoch erheblich – nicht nur absolut, sondern auch in Bezug auf finanzielle Optionen.

Doch das Bild ist nicht einseitig.

Einverdiener-Haushalte können trotz höherer Risiken in manchen Fällen mit niedrigeren Grundkosten operieren. Geringere Ausgaben für Betreuung, Pendeln oder Dienstleistungen können das niedrigere Einkommen teilweise ausgleichen. Das führt zu einer kontrollierteren Ausgabenstruktur – auch wenn die absoluten Ersparnisse geringer bleiben.

Welches Modell funktioniert also besser?

Es hängt von der Struktur ab – nicht nur vom Einkommen.

Doppelverdiener-Haushalte bauen schneller finanzielle Reserven auf und können Schocks besser abfedern. Einverdiener-Haushalte profitieren von einfacheren Strukturen und teilweise niedrigeren Kosten.

Das Ergebnis hängt von Lebenshaltungskosten, Einkommensstabilität und Prioritäten ab.

Und genau hier scheitern viele Vergleiche.

Sie betrachten Einkommen – aber nicht Konsistenz.

Denn ein höheres Einkommen, das volatil ist oder durch Kosten aufgezehrt wird, ist nicht automatisch überlegen.

Langfristige Ergebnisse entstehen nicht durch Einkommen allein.

Sondern durch dessen Verhalten – und durch das, was tatsächlich übrig bleibt.

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Häufige Fehler beim Vergleich von Ein- und Zwei-Verdiener-Haushalten

Die meisten Vergleiche beginnen beim Einkommen.

Und enden dort.

Innerhalb der Einkommensarten in Europa ist genau das der häufigste Fehler: Der Fokus liegt auf der Höhe des Einkommens – nicht darauf, wie dieses Einkommen tatsächlich funktioniert.

Denn die Struktur verändert alles.

Ein zentraler Irrtum ist die Annahme, dass zwei Einkommen automatisch zu besseren finanziellen Ergebnissen führen. Höhere Einnahmen erhöhen zwar die Möglichkeiten, bringen aber oft auch höhere Kosten, engere Zeitstrukturen und eine stärkere Abhängigkeit von bezahlten Dienstleistungen mit sich.

Mehr Einkommen bedeutet nicht automatisch mehr verfügbares Geld.

Ein weiterer Fehler ist die Unterschätzung der Kostenseite. Kinderbetreuung, Pendeln und Convenience-Ausgaben werden oft als optional betrachtet – sind aber Teil der Struktur.

Besonders sichtbar wird das in Dynamiken rund um Lebenshaltungskosten bei Doppelverdienern in Europa, wo ein Teil des höheren Einkommens direkt wieder aufgezehrt wird.

Und dann gibt es die gegenteilige Annahme.

Einverdiener-Haushalte gelten oft pauschal als finanziell schwächer. In der Praxis hängt das stark vom Kontext ab. Niedrigere Kosten, einfachere Strukturen und kontrolliertere Ausgaben können das geringere Einkommen teilweise ausgleichen.

Genau hier greifen viele Analysen zu kurz.

Sie vergleichen Einkommen – aber nicht Systeme.

Sie ignorieren Risikoverteilung, Zeitstruktur und Kostenverhalten.

Und genau deshalb sind die Schlussfolgerungen oft zu einfach.

Worauf sollte der Vergleich also abzielen?

Nicht nur auf Einkommen.

Sondern auf Struktur, Kosten und Resilienz.

Denn ohne diese Perspektive hält der Vergleich nicht stand.


Fazit

Unter dem Strich zeigt sich ein klares Bild: Innerhalb der Einkommensarten in Europa entscheidet nicht die Höhe des Einkommens, sondern dessen Struktur über finanzielle Sicherheit.

Zwei Einkommen bedeuten nicht automatisch mehr Wohlstand. Sie verteilen Risiko, erhöhen die Stabilität und erweitern den finanziellen Spielraum. Gleichzeitig bringen sie höhere Kosten, geringere zeitliche Flexibilität und mehr Komplexität im Alltag mit sich. Ein Einkommen hingegen wirkt einfacher und planbarer – konzentriert jedoch das gesamte Risiko auf eine einzige Quelle.

Im Kern geht es nicht um die Frage „eins oder zwei Einkommen“, sondern um die Fähigkeit eines Haushalts, mit Unsicherheit umzugehen. Wie stabil ist das Einkommen? Wie flexibel sind die Ausgaben? Und wie gut kann ein Haushalt auf Veränderungen reagieren?

Genau hier trennt sich die Realität von der reinen Einkommenszahl.

Denn finanzielle Sicherheit entsteht nicht durch Einkommen allein.

Sondern durch Struktur.


Zentrale Erkenntnisse

  • Einkommen ist nicht gleich Sicherheit: Auch innerhalb der Einkommensarten in Europa führen identische Beträge zu unterschiedlichen Ergebnissen.
  • Struktur schlägt Höhe: Entscheidend ist, wie Einkommen verteilt, stabilisiert und genutzt wird.
  • Doppelverdiener sind resilienter: Zwei Einkommen reduzieren Abhängigkeit und verteilen Risiko.
  • Einverdiener sind anfälliger: Weniger Komplexität, aber höhere Abhängigkeit von einer Einkommensquelle.
  • Mehr Einkommen bedeutet nicht automatisch mehr Komfort: Höhere Einnahmen gehen oft mit höheren Kosten und weniger Zeit einher.
  • Lebenshaltungskosten verändern alles: In vielen Städten wird ein zweites Einkommen zur Notwendigkeit.
  • Langfristig zählt Konsistenz: Stabilität, Sparfähigkeit und Anpassungsfähigkeit bestimmen den finanziellen Erfolg.
  • Vergleiche greifen oft zu kurz: Ohne Berücksichtigung von Struktur, Kosten und Risiko bleiben sie unvollständig.

Methodik

Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Daten sowie auf einer strukturellen Analyse von Haushaltseinkommen in Europa.

Die Einkommensbenchmarks basieren auf Datensätzen von Eurostat, darunter:

  • jährliche Nettoeinkommen für standardisierte Haushaltstypen (Ein- und Zwei-Verdiener-Haushalte)
  • Kaufkraft- und Einkommensverteilungsindikatoren in EU-Ländern

Alle Einkommenswerte beziehen sich auf standardisierte Szenarien (z. B. alleinstehende Personen oder Doppelverdiener-Paare ohne Kinder mit 100 % des Durchschnittseinkommens), um länderübergreifende Vergleiche zu ermöglichen.

Die Analyse konzentriert sich auf:

  • strukturelle Unterschiede zwischen Einkommensarten
  • Dynamiken der Lebenshaltungskosten
  • Risikoverteilung innerhalb von Haushalten
  • Verhaltens- und Lebensstileffekte

Die im Artikel verwendeten Beispiele sind illustrativ und stellen keine konkreten Personen oder statistischen Durchschnittswerte dar.


Quellen


FAQ

Sind zwei Einkommen in Europa automatisch finanziell sicherer?

Nicht zwingend. Innerhalb der Einkommensarten in Europa bieten zwei Einkommen zwar eine bessere Risikoverteilung, führen aber nicht automatisch zu höherem finanziellen Komfort. Höhere Lebenshaltungskosten und zusätzliche Ausgaben können einen Teil des Vorteils wieder aufheben.

Warum fühlt man sich trotz zwei Einkommen oft nicht finanziell sicher?

Die Frage warum fühlt man sich trotz gutem Einkommen unsicher hängt häufig mit steigenden Fixkosten, geringerer zeitlicher Flexibilität und höheren Alltagsausgaben zusammen. Mehr Einkommen bedeutet nicht automatisch mehr verfügbares Geld.

Kann man in Europa von einem Einkommen leben?

Ob kann man von einem Einkommen in Europa leben hängt stark vom Standort ab. In Regionen mit niedrigeren Lebenshaltungskosten ist es oft möglich, während es in großen Städten zunehmend schwierig wird, ohne Kompromisse einzugehen.

Was ist der Hauptunterschied zwischen Ein- und Doppelverdiener-Haushalten?

Der Unterschied liegt vor allem in der Struktur. Während Einverdiener-Haushalte einfacher organisiert sind, konzentrieren sie das Risiko auf eine Einkommensquelle. Doppelverdiener verteilen dieses Risiko, arbeiten aber mit höherer Komplexität und oft höheren Kosten.

Sind Doppelverdiener-Haushalte langfristig stabiler?

In vielen Fällen ja. Doppelverdiener profitieren innerhalb der Einkommensarten in Europa von stabilerer Einkommensbasis und besserer Anpassungsfähigkeit bei finanziellen Schocks. Dennoch hängt die tatsächliche Stabilität von Kostenstruktur und Sparverhalten ab.

Warum reichen zwei Einkommen in Europa oft nicht aus?

Die Frage warum zwei Einkommen nicht reichen Deutschland lässt sich meist auf steigende Lebenshaltungskosten zurückführen. Besonders Wohnen, Energie und Dienstleistungen absorbieren einen großen Teil des Einkommens.

Wie beeinflussen Lebenshaltungskosten die finanzielle Sicherheit?

Lebenshaltungskosten bestimmen, wie viel vom Einkommen tatsächlich übrig bleibt. Innerhalb der Einkommensarten in Europa können identische Einkommen in verschiedenen Städten zu völlig unterschiedlichen finanziellen Spielräumen führen.

Was ist wichtiger: ein hohes Einkommen oder stabile Struktur?

Im Kern ist die Struktur entscheidend. Ein stabiles Einkommen mit kontrollierten Ausgaben kann langfristig mehr Sicherheit bieten als ein höheres, aber volatiles Einkommen mit hohen Kosten.

Iva Buće ist Wirtschaftswissenschaftlerin aus Kroatien mit Schwerpunkt auf digitalem Marketing und Logistik. Sie verbindet analytische Genauigkeit mit kreativer Kommunikation, um Themen wie Investieren und Finanzbildung verständlich zu machen. Bei Finorum schreibt sie über Finanzen, Märkte und den Einfluss von Technologie auf Anlagestrends in Europa.

Sources & References

EU regulations & taxation

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