Malta bietet eines der markantesten Investmentumfelder innerhalb der Europäischen Union. Verantwortlich dafür sind die Kombination aus Zugang zum europäischen Kapitalmarkt, ein gut entwickelter Finanzdienstleistungssektor sowie steuerliche Regelungen, die je nach steuerlichem Wohnsitz und Domizil eines Anlegers erheblich variieren können (Malta Financial Services Authority (MFSA), 2026; PwC Malta, 2026).
Als Mitglied sowohl der Europäischen Union als auch der Eurozone bietet Malta Einwohnern und Expats Zugang zu internationalen Brokern, UCITS-ETFs, europäischen Börsen sowie einem regulierten Investmentumfeld unter der Aufsicht der Malta Financial Services Authority (MFSA) (MFSA, 2026).
Die Investmentlandschaft auf Malta
Malta hat sich zu einem bedeutenden regionalen Finanzzentrum entwickelt, das sowohl inländische als auch internationale Anleger bedient.
Privatanleger auf Malta haben grundsätzlich Zugang zu:
- Aktien der Malta Stock Exchange (MSE)
- internationalen Aktien
- UCITS-ETFs
- Investmentfonds
- Staatsanleihen
- Unternehmensanleihen
- strukturierten Anlageprodukten
- Vermögensverwaltungsdienstleistungen
Als EU-Mitglied nimmt Malta vollständig am europäischen Finanzmarktrahmen teil. Anleger profitieren von den Anlegerschutzvorschriften der MiFID II, den UCITS-Regelungen, den Offenlegungspflichten nach der PRIIPs-Verordnung sowie vom Zugang zu Investmentprodukten innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (Europäische Kommission, 2026; MFSA, 2026).
Der heimische Aktienmarkt ist im Vergleich zu den großen europäischen Börsen relativ klein. Deshalb nutzen viele Anleger auf Malta internationale Broker, um weltweit diversifizierte Portfolios aufzubauen. Gleichzeitig verfügt Malta über ein gut entwickeltes lokales Investmentökosystem mit Mitgliedern der Malta Stock Exchange und von der MFSA zugelassenen Wertpapierfirmen (Malta Stock Exchange, 2026).
Für viele Anleger sind ETFs heute der bevorzugte Weg, um kostengünstig, breit diversifiziert und effizient an den internationalen Kapitalmärkten zu investieren.
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Verfügbare Broker für Anleger auf Malta
Die Verfügbarkeit einzelner Broker kann sich aufgrund von Wohnsitzanforderungen, regulatorischen Vorgaben, Onboarding-Prozessen oder Änderungen des Produktangebots jederzeit ändern. Anleger sollten ihre Berechtigung daher vor der Kontoeröffnung stets direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.
Internationale Broker
Nach aktuellem Stand können Anleger mit Wohnsitz auf Malta unter anderem folgende internationale Broker nutzen (Interactive Brokers, 2026; Trading 212, 2026; XTB, 2026; eToro, 2026):
| Broker | Aktien | ETFs | Bruchstückaktien |
|---|---|---|---|
| Interactive Brokers | Ja | Ja | Ja |
| Trading 212 | Ja | Ja | Ja |
| XTB | Ja | Ja | Ja |
| eToro | Ja | Ja | Ja |
| Saxo Bank | Ja | Ja | Eingeschränkt / nicht bestätigt |
| Swissquote | Ja | Ja | Keine eindeutigen Informationen |
| Freedom24 | Ja | Ja | Keine eindeutigen Informationen |
| LYNX Broker | Ja | Ja | Keine eindeutigen Informationen |
Interactive Brokers akzeptiert Kunden mit Wohnsitz auf Malta und ermöglicht Investitionen in Aktien, ETFs, Anleihen, Optionen, Futures sowie weitere Wertpapiere an internationalen Börsen (Interactive Brokers, 2026).
Trading 212 bietet berechtigten EU-Anlegern – einschließlich Kunden aus Malta – Zugang zu Aktien, ETFs und Bruchstückinvestments (Trading 212, 2026).
XTB ermöglicht Investitionen in Aktien und ETFs und bietet zusätzlich CFDs an. Anleger sollten dabei klar zwischen Direktinvestitionen und CFDs unterscheiden (XTB, 2026).
eToro betreibt eine Multi-Asset-Plattform, bei der Positionen – abhängig von Anlageklasse, Hebelwirkung und zuständiger Regulierungsgesellschaft – entweder als Direktinvestment oder als CFD geführt werden können (eToro, 2026).
Für DEGIRO und Trade Republic konnte im Rahmen der aktuellen Recherche keine allgemeine Verfügbarkeit für Anleger mit Wohnsitz auf Malta bestätigt werden (DEGIRO, 2026; Trade Republic, 2026).
Maltesische Investmentplattformen
Neben internationalen Brokern gibt es auf Malta mehrere etablierte lokale Investmentanbieter.
Hierzu gehören unter anderem:
- Calamatta Cuschieri / Moneybase
- Rizzo Farrugia & Co.
- Jesmond Mizzi Financial Advisors
- Curmi & Partners
- MeDirect Bank
- Bank of Valletta (BOV Stockbroking)
- MZ Investment Services
Moneybase, betrieben von Calamatta Cuschieri, bietet Zugang zu Aktien, ETFs, Anleihen und Investmentfonds über eine digitale Investmentplattform mit Sitz auf Malta (Moneybase, 2026).
MeDirect verbindet Bankdienstleistungen mit Investmentlösungen und ermöglicht Investitionen in Aktien, ETFs sowie festverzinsliche Wertpapiere (MeDirect, 2026).
Die Bank of Valletta bietet über ihren Wertpapierhandel sowie die Plattform BOV eTrader+ Zugang zu lokalen und internationalen Kapitalmärkten (BOV, 2026).
Klassische Bankbroker
Zu den wichtigsten bankbasierten Investmentanbietern gehören:
- MeDirect Invest
- BOV Stockbroking
- BOV eTrader+
Diese Angebote richten sich insbesondere an Anleger, die Bank- und Investmentdienstleistungen bei einem einzigen Institut bündeln möchten.
CFD- und Forex-Broker
Anleger mit Wohnsitz auf Malta können grundsätzlich unter anderem folgende CFD- und Forex-Broker nutzen (IG, 2026; CMC Markets, 2026; Pepperstone, 2026):
- XTB
- IG
- CMC Markets
- Plus500
- Pepperstone
- AvaTrade
- Admirals
- FP Markets
- Trading.com
- eToro
CFDs sind gehebelte Derivate und unterscheiden sich grundlegend von klassischen Direktinvestitionen in Aktien oder ETFs.
ETF-Investments auf Malta
Welche ETFs sind verfügbar?
Anleger auf Malta haben grundsätzlich Zugang zu UCITS-ETFs mit Fondsdomizil in Irland oder Luxemburg, sofern diese über Broker oder Investmentplattformen angeboten werden, die Kunden aus Malta betreuen (MFSA, 2026).
Zu den häufig verfügbaren ETF-Kategorien gehören:
- globale Aktien-ETFs
- US-Aktien-ETFs
- europäische Aktien-ETFs
- Schwellenländer-ETFs
- Anleihen-ETFs
- Dividenden-ETFs
- ESG-ETFs
Welche Produkte tatsächlich verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Broker, den angebundenen Börsen, den Produktfreigaben sowie der Einstufung des Anlegers ab.
Können Anleger US-ETFs kaufen?
Für die meisten Privatanleger lautet die Antwort nein.
Der Grund hierfür ist die europäische PRIIPs-Verordnung, nach der Privatanleger vor dem Erwerb vieler Anlageprodukte ein Basisinformationsblatt (Key Information Document – KID) erhalten müssen. Da die meisten US-amerikanischen ETF-Anbieter kein PRIIPs-konformes KID bereitstellen, beschränken europäische Broker den Zugang für Privatanleger (Europäische Kommission PRIIPs, 2026; MFSA PRIIPs Communication, 2026).
Das bedeutet jedoch nicht, dass US-ETFs auf Malta verboten sind. Die Einschränkung betrifft vielmehr den Vertrieb dieser Produkte an Privatanleger innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums.
Beispiele häufig verfügbarer UCITS-ETFs
Die folgenden UCITS-ETFs sind über europäische Broker weit verbreitet und werden von vielen Anlegern innerhalb der EU genutzt:
| ETF | ISIN | Index |
|---|---|---|
| iShares Core MSCI World UCITS ETF | IE00B4L5Y983 | MSCI World |
| Vanguard FTSE All-World UCITS ETF | IE00B3RBWM25 | FTSE All-World |
| iShares Core S&P 500 UCITS ETF | IE00B5BMR087 | S&P 500 |
| Vanguard FTSE Developed World UCITS ETF | IE00BK5BQV03 | FTSE Developed World |
| iShares Core Global Aggregate Bond UCITS ETF | IE00BDBRDM35 | Bloomberg Global Aggregate Bond |
Diese ETFs dienen ausschließlich als Beispiele häufig verfügbarer UCITS-Produkte und stellen keine Anlageempfehlung dar.
Steuerliche Behandlung von ETFs
Die Besteuerung von ETFs auf Malta erfordert besondere Aufmerksamkeit, da unterschiedliche Investmentstrukturen steuerlich unterschiedlich behandelt werden können.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der aktuellen Steuerrecherche ist, dass Anleger nicht davon ausgehen sollten, dass sämtliche Gewinne aus ETFs automatisch steuerfrei sind. Das maltesische Steuerrecht sowie steuerliche Fachliteratur unterscheiden zwischen gewöhnlichen börsennotierten Aktien und Wertpapieren, die von Organismen für gemeinsame Anlagen ausgegeben werden – hierzu können auch viele ETFs gehören (PwC Malta, 2026; Malta Income Tax Act, 2026).
Die steuerliche Behandlung hängt unter anderem ab von:
- der rechtlichen Struktur des ETFs
- der Einordnung als Organismus für gemeinsame Anlagen
- dem steuerlichen Wohnsitz des Anlegers
- seinem Domizilstatus
- der Herkunft der Kapitalerträge
- der Frage, ob Erträge ausgeschüttet oder thesauriert werden
Thesaurierende und ausschüttende ETFs
Anleger auf Malta können sowohl in thesaurierende als auch in ausschüttende ETFs investieren.
Thesaurierende ETFs
Thesaurierende ETFs reinvestieren Dividenden und andere Erträge automatisch innerhalb des Fonds.
Ausschüttende ETFs
Ausschüttende ETFs zahlen Dividenden unmittelbar an die Anleger aus.
Die steuerliche Behandlung kann je nach persönlicher Situation des Anlegers sowie nach der Art der zugrunde liegenden Erträge unterschiedlich ausfallen.
Dokumentationspflichten
Anleger sollten insbesondere folgende Unterlagen sorgfältig aufbewahren:
- Kaufabrechnungen
- Verkaufsabrechnungen
- Dividendennachweise
- Konto- und Brokerauszüge
- Informationen zu Kapitalmaßnahmen
- gegebenenfalls Nachweise über Währungsumrechnungen
Diese Unterlagen können für die steuerliche Erklärung erforderlich sein.
Fiktive Besteuerung (Deemed Disposal)
Im Rahmen der Recherche konnte keine allgemeine maltesische Regelung zur fiktiven Veräußerung (Deemed Disposal) für gewöhnliche ETF-Anleger festgestellt werden.
Da sich steuerliche Vorschriften ändern können, sollten Anleger die jeweils aktuellen Regelungen regelmäßig überprüfen.
Steuerliche Befreiungen für ETFs
Die Recherche ergab keine allgemeine Steuerbefreiung, die für sämtliche Anleger und alle ETF-Strukturen gleichermaßen gilt.
Anleger sollten daher nicht davon ausgehen, dass Gewinne aus ETFs auf Malta grundsätzlich steuerfrei sind.
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Ein Wertpapierdepot auf Malta eröffnen
Die Eröffnung eines Investmentkontos entspricht weitgehend den üblichen Verfahren innerhalb der Europäischen Union.
Schritt 1: Broker auswählen
Anleger können wählen zwischen:
- internationalen Brokern
- heimischen Investmentplattformen
- bankbasierten Brokerage-Angeboten
Wichtige Auswahlkriterien sind unter anderem:
- verfügbare Märkte
- Produktangebot
- Gebühren
- Funktionsumfang der Handelsplattform
- Steuerberichte
Schritt 2: Unterlagen vorbereiten
Die meisten Anbieter verlangen:
- Reisepass oder Personalausweis
- Adressnachweis
- Steueridentifikationsdaten
- Nachweise zur Herkunft der eingesetzten Gelder
Schritt 3: Identitätsprüfung abschließen
Investmentfirmen sind verpflichtet, die Vorschriften zur Geldwäscheprävention (AML) und zur Identifizierung ihrer Kunden (KYC) einzuhalten.
Zur Legitimation gehören häufig:
- Identitätsprüfung
- Adressbestätigung
- Angemessenheitsprüfung
- Erklärung zur steuerlichen Ansässigkeit
Schritt 4: Konto kapitalisieren
Übliche Einzahlungsmöglichkeiten sind:
- Banküberweisung
- SEPA-Überweisung
- Debitkarte
- zugelassene elektronische Zahlungsmethoden
Schritt 5: Erste Investition tätigen
Nach erfolgreicher Kontoeröffnung und Einzahlung können Anleger über ihre Handelsplattform Wertpapiere erwerben.
Welche Investments geeignet sind, hängt von den persönlichen Anlagezielen, der individuellen Risikobereitschaft und dem Anlagehorizont ab.
Steuerliche Auswirkungen für Anleger
Die Besteuerung zählt zu den wichtigsten Aspekten einer Geldanlage auf Malta.
Da das maltesische Steuersystem zwischen steuerlichem Wohnsitz, Domizil, Herkunft der Einkünfte und Art der Kapitalanlage unterscheidet, kann die steuerliche Behandlung je nach Anleger erheblich variieren.
Kapitalertragsteuer
Malta erhebt keinen einheitlichen pauschalen Steuersatz auf sämtliche Kapitalgewinne.
Soweit Kapitalgewinne steuerpflichtig sind, unterliegen sie grundsätzlich dem allgemeinen Einkommensteuersystem. Die Einkommensteuersätze natürlicher Personen können derzeit – abhängig vom Einkommen – bis zu 35 % betragen (Malta Tax and Customs Administration (MTCA), 2026).
Unter bestimmten Voraussetzungen können jedoch Steuerbefreiungen für einzelne Wertpapierarten gelten.
Anleger sollten deshalb nicht davon ausgehen, dass sämtliche börsennotierten Wertpapiere oder ETFs steuerlich identisch behandelt werden.
Besteuerung von Dividenden
Die Besteuerung von Dividenden hängt insbesondere ab von:
- der Herkunft der Dividenden, inländisch oder ausländisch
- dem steuerlichen Wohnsitz des Anlegers
- seinem Domizilstatus
- der Art der Kapitalanlage
Ausländische Dividenden können nach dem maltesischen Steuerrecht anders behandelt werden als Kapitalgewinne.
Steuerfreie Anlagekonten
Im Rahmen der aktuellen Recherche konnte kein allgemein verfügbares steuerbegünstigtes Investmentkonto für Privatanleger festgestellt werden, das mit folgenden Modellen vergleichbar wäre:
- dem britischen Individual Savings Account (ISA)
- dem schwedischen Investeringssparkonto (ISK)
Für gewöhnliche Privatanleger auf Malta wurde daher kein allgemeines steuerfreies Anlagekonto identifiziert.
Maltesische und ausländische Broker
Anleger, die internationale Broker nutzen, sollten nicht davon ausgehen, dass diese ihre steuerlichen Verpflichtungen auf Malta automatisch erfüllen.
Die meisten Broker stellen zwar Folgendes zur Verfügung:
- Transaktionsübersichten
- Jahresauszüge
- Dividendennachweise
Für die ordnungsgemäße Erfüllung der steuerlichen Pflichten nach maltesischem Recht bleibt jedoch grundsätzlich der Anleger selbst verantwortlich.
Ausländische Kapitalerträge
Auf Malta spielen insbesondere steuerlicher Wohnsitz und Domizilstatus eine entscheidende Rolle.
Nach Angaben von PwC Malta gilt grundsätzlich:
- Personen, die sowohl auf Malta steuerlich ansässig als auch dort domiziliert sind, unterliegen im Allgemeinen der Besteuerung ihres weltweiten Einkommens und ihrer steuerpflichtigen Kapitalgewinne.
- Personen, die zwar auf Malta steuerlich ansässig, jedoch nicht domiziliert sind, können unter die sogenannten Remittance-Basis-Regelungen fallen. Nach derzeitiger Rechtslage bleiben ausländische Kapitalgewinne grundsätzlich auch dann steuerfrei, wenn sie nach Malta überwiesen werden, während ausländische Einkünfte bei Überweisung nach Malta steuerpflichtig sein können (PwC Malta, 2026).
Steuerliche Meldepflichten
Steuerpflichtige Anleger müssen steuerpflichtige Kapitalgewinne und Investmenteinkünfte gegebenenfalls im Rahmen der maltesischen Einkommensteuererklärung angeben.
Nach Angaben der Malta Tax and Customs Administration (MTCA) können für steuerpflichtige Kapitalgewinne entsprechende Berechnungen und Nachweise erforderlich sein (MTCA, 2026).
Fristen und Sanktionen
Eine verspätete Steuererklärung kann unter anderem folgende Konsequenzen haben:
- zusätzliche Steuern
- Verzugszinsen
- Verwaltungssanktionen
Nach Angaben der Malta Tax and Customs Administration können auf nicht fristgerecht gezahlte Steuern Zinsen erhoben werden; verspätete Steuererklärungen können außerdem zusätzliche Gebühren nach sich ziehen (MTCA, 2026).
Steuerliche Vorteile für Anleger
Eines der markantesten Merkmale des maltesischen Steuersystems betrifft bestimmte Personen, die zwar auf Malta steuerlich ansässig, jedoch nicht domiziliert sind.
Nach den derzeitigen steuerlichen Leitlinien können ausländische Kapitalgewinne im Rahmen des Remittance-Basis-Systems günstiger behandelt werden als ausländische Einkünfte (PwC Malta, 2026).
Dies stellt jedoch keinen allgemeinen Steuervorteil dar, da die tatsächliche steuerliche Behandlung maßgeblich vom jeweiligen Wohnsitz- und Domizilstatus abhängt.
Weitere Informationen finden Sie im:
[Steuerleitfaden Malta]
Regulierung und Anlegerschutz
Ein verlässlicher regulatorischer Rahmen ist ein wesentlicher Faktor für Anleger. Malta ist sowohl in das nationale als auch in das europäische Finanzaufsichtssystem eingebunden.
Finanzaufsichtsbehörde
Die wichtigste Finanzaufsichtsbehörde ist die Malta Financial Services Authority (MFSA).
Sie beaufsichtigt unter anderem:
- Wertpapierfirmen
- Investmentfonds
- Finanzintermediäre
- Banken
- Versicherungsunternehmen
- weitere regulierte Finanzinstitute
Zu den Aufgaben der MFSA gehören:
- Zulassung von Investmentfirmen
- Aufsicht über Finanzinstitute
- Durchsetzung der Finanzmarktregulierung
- Anlegerschutz
- Überwachung des Marktverhaltens
Viele internationale Broker, die Anleger auf Malta betreuen, werden zusätzlich von anderen europäischen Aufsichtsbehörden im Rahmen des Passporting-Systems reguliert.
Anlegerentschädigung
Berechtigte Anleger können durch das Investor Compensation Scheme Maltas geschützt sein, wenn ein zugelassenes Wertpapierinstitut seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.
Das System entschädigt derzeit 90 % des anerkannten Anspruchs bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro je Anleger (MFSA Investor Compensation Scheme, 2026).
Der Schutz bezieht sich auf den Ausfall des Wertpapierinstituts und nicht auf Verluste infolge negativer Marktentwicklungen.
Einlagensicherung
Bankguthaben bei zugelassenen Kreditinstituten können durch das Depositor Compensation Scheme geschützt sein.
Der derzeitige Schutz beträgt grundsätzlich bis zu 100.000 Euro je Einleger und Bank (MFSA Depositor Compensation Scheme, 2026).
Diese Einlagensicherung ist von der Anlegerentschädigung für Wertpapierdienstleistungen getrennt.
Aufsicht über Broker
Broker, die Anlegern auf Malta ihre Dienstleistungen anbieten, können unter anderem von folgenden Behörden beaufsichtigt werden:
- Malta Financial Services Authority (MFSA)
- Central Bank of Ireland
- Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC)
- luxemburgische Finanzaufsichtsbehörden
- weitere Aufsichtsbehörden des Europäischen Wirtschaftsraums
Vor der Kontoeröffnung sollten Anleger prüfen, welche Regulierungsgesellschaft für ihr Konto zuständig ist.
Risikohinweis zu CFDs
CFDs sind komplexe Finanzinstrumente mit Hebelwirkung und bergen ein hohes Risiko schneller Verluste.
Im Gegensatz zu klassischen Direktinvestitionen können beim CFD-Handel innerhalb kurzer Zeit erhebliche Verluste entstehen.
Anleger sollten die Funktionsweise sowie sämtliche Risiken gehebelter Derivate vollständig verstehen, bevor sie mit CFDs handeln.
Ist Malta ein guter Standort für Anleger?
Malta bietet zahlreiche Vorteile für Anleger, weist jedoch auch einige Besonderheiten und Einschränkungen auf.
Vorteile
- Vollständiger Zugang zum europäischen Kapitalmarkt
- Zugang zu UCITS-ETFs
- Große Auswahl internationaler und heimischer Broker
- Nutzung des Euro ohne Wechselkursrisiken bei vielen europäischen Investments
- Potenzielle steuerliche Vorteile für bestimmte auf Malta ansässige, aber nicht dort domizilierte Personen
Nachteile
- Relativ kleiner heimischer Aktienmarkt
- Komplexe steuerliche Regelungen, insbesondere hinsichtlich Wohnsitz und Domizil
- Begrenzte öffentlich verfügbare Daten zum Anlageverhalten privater Investoren
- US-domizilierte ETFs sind für Privatanleger in der Regel nicht direkt verfügbar
Für wen eignet sich Malta?
Malta eignet sich besonders für:
- langfristig orientierte Anleger
- EU-Bürger
- international tätige Fach- und Führungskräfte
- Expats
- Anleger mit Fokus auf europäische Kapitalmärkte
Welche Anlagestrategie sinnvoll ist, hängt stets von den persönlichen Zielen, der individuellen Risikobereitschaft, den finanziellen Verhältnissen sowie der steuerlichen Situation ab.
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Haftungsausschluss
Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Er stellt weder eine Anlageberatung noch eine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung dar. Steuerrechtliche Vorschriften, Funktionen einzelner Broker und regulatorische Anforderungen können sich jederzeit ändern und hängen zudem von den individuellen Umständen ab. Vor einer Investitionsentscheidung sollten Sie einen qualifizierten Finanzberater oder Steuerexperten konsultieren.
Investieren auf Malta
Matias Buće verfügt über eine formale Ausbildung im Verwaltungsrecht und mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Analyse globaler Märkte, des Forex-Handels und persönlicher Finanzplanung. Sein juristischer Hintergrund prägt seinen Ansatz beim Investieren – mit einem Fokus auf Regulierung, Struktur und Risikomanagement. Bei Finorum schreibt er über ein breites Spektrum an Finanzthemen, von europäischen ETFs bis hin zu praktischen Strategien der persönlichen Finanzplanung für alltägliche Anleger.
Sources & References
EU regulations & taxation
- European Commission / Taxation & Customs — CFDs sind komplexe Finanzinstrumente mit Hebelwirkung
- MiFID II
- PRIIPs-Verordnung
- UCITS-ETFs
- Legislation.mt — Malta Income Tax Act
Additional educational resources
- Borzamalta.com.mt — Malta Stock Exchange (MSE)
- Compensationschemes.org.mt — Depositor Compensation Scheme
- Investor Compensation Scheme Maltas
- Legislation.mt — allgemeinen Einkommensteuersystem
- Malta Financial Services Authority (MFSA)
- von der MFSA zugelassenen Wertpapierfirmen
- zugelassenes Wertpapierinstitut

