Zypern zählt weiterhin zu den attraktivsten Steuerstandorten der Europäischen Union für international mobile Anleger, Unternehmer, Rentner und Expats.
Zwar gelten progressive Einkommensteuersätze von bis zu 35 %, dennoch bleibt das Steuersystem dank folgender Merkmale äußerst wettbewerbsfähig:
- keine Erbschaftsteuer
- keine allgemeine Vermögensteuer
- steuerlich günstige Behandlung vieler Wertpapiere
- weit verbreitetes Non-Dom-Regime
(PwC Worldwide Tax Summaries, 2026; PwC Cyprus Tax Facts & Figures 2026).
Wer nach Zypern ziehen oder dort investieren möchte, sollte sich insbesondere mit den Regelungen zur steuerlichen Ansässigkeit, der Besteuerung von Dividenden, den Vorschriften zur Kapitalertragsteuer sowie den steuerlichen Meldepflichten vertraut machen.
Dieser Leitfaden erläutert das zyprische Steuersystem auf Grundlage der bis Juni 2026 bestätigten Rechtslage.
Steuerüberblick – Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick
| Steuerart | Steuersatz | Hinweise |
|---|---|---|
| Einkommensteuer | 0 %–35 % | Progressiver Einkommensteuertarif (PwC, 2026). |
| Kapitalertragsteuer | 20 % | Gilt hauptsächlich für unbewegliches Vermögen auf Zypern und immobilienreiche Gesellschaften (PwC, 2026). |
| Dividendensteuer | 5 % SDC | Für auf Zypern ansässige Personen mit zyprischem Domizil (PwC, 2026). |
| Besteuerung von Zinserträgen | 17 % SDC | Ermäßigter Satz von 3 % für bestimmte begünstigte Anleihen (PwC, 2026). |
| Umsatzsteuer | 19 % | Regulärer Mehrwertsteuersatz (Avalara VATLive, 2026). |
| Ermäßigte Umsatzsteuersätze | 9 %, 5 %, 3 % | Für verschiedene begünstigte Lieferungen und Leistungen. |
| Sozialversicherungsbeiträge Arbeitnehmer | 8,8 % Sozialversicherung + 2,65 % GHS | Arbeitnehmeranteil (PwC Cyprus, 2026). |
| Sozialversicherungsbeiträge Arbeitgeber | 8,8 % Sozialversicherung + 2,90 % GHS | Arbeitgeberanteil (PwC Cyprus, 2026). |
| Körperschaftsteuer | 15 % | Gültig seit dem 1. Januar 2026 (PwC Cyprus, 2026; KPMG, 2026). |
| Kommunale Zuschläge | Keine bestätigt | Kein allgemeiner kommunaler Einkommensteuerzuschlag. |
| Grundsteuer | Keine nationale Jahressteuer | Seit 2017 abgeschafft (PwC, 2026). |
| Erbschaftsteuer | Keine | Nachlasssteuer abgeschafft (PwC Cyprus, 2026). |
| Vermögensteuer | Keine | Keine allgemeine Nettovermögensteuer. |
| Steuerjahr | Kalenderjahr | 1. Januar bis 31. Dezember. |
| Abgabefrist | 31. Juli | Elektronische Einkommensteuererklärung für Privatpersonen. |
| Steuerbehörde | Cyprus Tax Department | taxportal.mof.gov.cy |
Steuerliche Ansässigkeit auf Zypern
Zypern bietet zwei Möglichkeiten, die steuerliche Ansässigkeit zu begründen:
- die 183-Tage-Regel
- die 60-Tage-Regel
(PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Die 183-Tage-Regel
Eine Person gilt grundsätzlich als steuerlich auf Zypern ansässig, wenn sie sich innerhalb eines Kalenderjahres mehr als 183 Tage auf Zypern aufhält (PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Die 60-Tage-Regel
Alternativ kann die steuerliche Ansässigkeit bereits nach 60 Tagen Aufenthalt entstehen, sofern sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Hierzu gehören unter anderem:
- mindestens 60 Aufenthaltstage auf Zypern während des Steuerjahres
- nicht mehr als 183 Tage Aufenthalt in einem anderen einzelnen Staat
- eine dauerhafte Wohnmöglichkeit auf Zypern
- eine unternehmerische Tätigkeit, Beschäftigung oder Organfunktion auf Zypern
Die 60-Tage-Regel hat Zypern insbesondere für Unternehmer, Remote Worker und digitale Nomaden attraktiv gemacht, die innerhalb der EU eine steuerliche Ansässigkeit anstreben.
Steuerlich Ansässige und Nichtansässige
Steuerlich ansässige Personen werden grundsätzlich mit ihrem Welteinkommen besteuert.
Nichtansässige unterliegen dagegen grundsätzlich nur mit bestimmten Einkünften aus zyprischen Quellen der Besteuerung (PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Der Domizilstatus ist entscheidend
Zypern unterscheidet ausdrücklich zwischen der steuerlichen Ansässigkeit und dem Domizilstatus.
Diese Unterscheidung ist besonders wichtig, weil Dividenden und Zinserträge für steuerlich ansässige Personen, die den Non-Dom-Status erfüllen, häufig von der Special Defence Contribution, kurz SDC, befreit sind (PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Doppelbesteuerungsabkommen
Zypern verfügt über ein umfangreiches Netz an Doppelbesteuerungsabkommen, die Quellensteuern reduzieren und eine doppelte Besteuerung ausländischer Kapitalerträge vermeiden können (PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Einkommensteuer auf Zypern
Zypern erhebt eine progressive Einkommensteuer.
Einkommensteuertarif 2026
| Zu versteuerndes Jahreseinkommen | Steuersatz |
|---|---|
| 0 €–22.000 € | 0 % |
| 22.001 €–32.000 € | 20 % |
| 32.001 €–42.000 € | 25 % |
| 42.001 €–72.000 € | 30 % |
| Über 72.000 € | 35 % |
(PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Die ersten 22.000 € des zu versteuernden Jahreseinkommens bleiben steuerfrei.
Beispiel
Ein steuerlich auf Zypern ansässiger Arbeitnehmer erzielt ein Jahreseinkommen von 40.000 €.
Die Einkommensteuer berechnet sich vereinfacht wie folgt:
- erste 22.000 € zu 0 %
- nächste 10.000 € zu 20 %
- verbleibende 8.000 € zu 25 %
Die Einkommensteuer beträgt damit ungefähr:
- 2.000 € auf die zweite Tarifstufe
- 2.000 € auf die dritte Tarifstufe
Die gesamte Einkommensteuer beläuft sich somit auf rund 4.000 €, zuzüglich Sozialversicherungsbeiträge und abzüglich möglicher persönlicher Steuervergünstigungen.
Sozialversicherungsbeiträge
Für das Jahr 2026 leisten Arbeitnehmer grundsätzlich folgende Beiträge:
- Sozialversicherung: 8,8 %
- Allgemeines Gesundheitssystem (GHS): 2,65 %
Arbeitgeber entrichten in der Regel:
- Sozialversicherung: 8,8 %
- Allgemeines Gesundheitssystem (GHS): 2,90 %
(PwC Cyprus Tax Facts & Figures 2026).
Die Beiträge zum Allgemeinen Gesundheitssystem sind auf ein jährliches Einkommen von 180.000 € begrenzt.
Nettogehalt berechnen
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[Net Salary Calculator]
Kapitalertragsteuer – So werden Kapitalanlagen auf Zypern besteuert
Besteuerung von Aktien und ETFs
Zypern erhebt grundsätzlich eine Kapitalertragsteuer, Capital Gains Tax oder CGT, von 20 %. Im Vergleich zu vielen anderen EU-Staaten ist ihr Anwendungsbereich jedoch relativ eng gefasst (PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Die Kapitalertragsteuer betrifft im Wesentlichen:
- Gewinne aus unbeweglichem Vermögen auf Zypern
- Gewinne aus Anteilen an Gesellschaften, deren Wert überwiegend auf zyprischen Immobilien beruht
- bestimmte mittelbare Veräußerungen von Immobilien auf Zypern
Gewinne aus börsennotierten Aktien, Anleihen und vielen anderen Wertpapieren fallen dagegen grundsätzlich nicht unter die zyprische Kapitalertragsteuer (PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Seit dem 1. Januar 2026 wurde die Schwelle für sogenannte immobilienreiche Gesellschaften von 50 % auf 20 % abgesenkt.
Dadurch können künftig mehr indirekte Veräußerungen von Gesellschaften mit zyprischem Immobilienvermögen der Kapitalertragsteuer unterliegen (PwC Cyprus Tax Reform 2026; KPMG Cyprus Tax Reform 2026; EY Global Tax News 2026).
Verlustverrechnung
Die Möglichkeiten zur Verlustverrechnung hängen von der jeweiligen Immobilientransaktion sowie den verfügbaren Steuerbefreiungen ab.
Anleger sollten nicht davon ausgehen, dass Verluste aus gewöhnlichen Wertpapiergeschäften automatisch mit anderen Einkünften verrechnet werden können, da sich die zyprische Kapitalertragsteuer in erster Linie auf immobilienbezogene Gewinne bezieht.
Thesaurierende und ausschüttende ETFs
Zypern kennt derzeit kein allgemeines Besteuerungssystem für fiktive Ausschüttungen, wie es in einigen anderen europäischen Staaten angewendet wird.
Nach Angaben von PwC Cyprus unterliegen Gewinne aus der Veräußerung oder Rückgabe von Fondsanteilen grundsätzlich nicht der zyprischen Kapitalertragsteuer, sofern der Fonds nicht unmittelbar oder mittelbar zyprisches unbewegliches Vermögen hält.
Selbst wenn ein Fonds zyprische Immobilien besitzt, fällt keine Kapitalertragsteuer an, sofern der Fonds an einer anerkannten Börse notiert ist (PwC Cyprus Tax Facts & Figures 2026).
Für die meisten Privatanleger bedeutet dies, dass gewöhnliche UCITS-ETFs grundsätzlich nicht unter die zyprische Kapitalertragsteuer fallen, solange sie nicht in Strukturen investieren, deren Wert überwiegend auf zyprischem Immobilienvermögen beruht.
Da Zypern keine detaillierten ETF-spezifischen Steuervorschriften veröffentlicht, wie sie in einigen anderen EU-Ländern existieren, sollten Anleger sämtliche Brokerunterlagen sorgfältig aufbewahren und die steuerliche Behandlung spezialisierter Fonds im Einzelfall prüfen.
Dividendenbesteuerung und Quellensteuer
Die Besteuerung von Dividenden hängt auf Zypern maßgeblich vom Domizilstatus des Steuerpflichtigen ab.
Für steuerlich auf Zypern ansässige Personen, die zugleich auf Zypern domiziliert sind, unterliegen Dividenden der Special Defence Contribution.
Seit 2026 beträgt der SDC-Satz auf Dividendeneinkünfte 5 % (PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Von der SDC befreit sind grundsätzlich:
- Personen ohne steuerlichen Wohnsitz auf Zypern
- steuerlich auf Zypern ansässige Personen mit Non-Dom-Status
(PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Kapitalertragsteuer vor dem Verkauf berechnen
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[Kapitalertragsteuer-Rechner]
So melden Sie Kapitalerträge auf Zypern
Zypern verwendet ein elektronisches Steuererklärungssystem über das Cyprus Tax Portal.
Privatpersonen reichen ihre Einkommensteuererklärung grundsätzlich online ein.
Für das Steuerjahr 2025 endet die Abgabefrist am 31. Juli 2026.
Für das Steuerjahr 2026 wird – vorbehaltlich einer offiziellen Fristverlängerung – derzeit der 31. Juli 2027 erwartet (Cyprus Tax Calendar 2026; PwC Worldwide Tax Summaries 2026).
Welche Einkünfte erklärt werden müssen, richtet sich nach der jeweiligen Einkunftsart.
Schritt 1 – Brokerunterlagen zusammentragen
Sammeln Sie sämtliche Jahresunterlagen von:
- Banken
- Investmentplattformen
- Pensionsanbietern
- ausländischen Brokern
- dividendenzahlenden Gesellschaften
Hierzu gehören beispielsweise:
- Interactive Brokers
- DEGIRO
- Trading 212
- Saxo Bank
- eToro
Bewahren Sie insbesondere folgende Unterlagen auf:
- Kaufpreise
- Verkaufspreise
- Dividendengutschriften
- Zinserträge
- Nachweise über ausländische Quellensteuern
Schritt 2 – Kapitalerträge berechnen
Ermitteln Sie insbesondere:
- Kapitalgewinne
- Kapitalverluste
- Dividendeneinkünfte
- Zinserträge
- Kapitalerträge aus dem Ausland
Für sämtliche Transaktionen sollten entsprechende Nachweise aufbewahrt werden.
Schritt 3 – Steuererklärung ausfüllen
Die Steuererklärung wird elektronisch über das Cyprus Tax Portal eingereicht.
Anleger sollten insbesondere darauf achten, dass:
- ausländische Einkünfte korrekt eingeordnet werden
- Dividenden und Zinserträge – soweit erforderlich – getrennt erklärt werden
- Unterlagen für eine mögliche Entlastung nach Doppelbesteuerungsabkommen vorhanden sind, sofern im Ausland Quellensteuer einbehalten wurde
Schritt 4 – Steuererklärung einreichen
Für Privatpersonen ist die elektronische Abgabe der Steuererklärung grundsätzlich verpflichtend.
Schritt 5 – Fällige Steuern bezahlen
Etwaige Einkommensteuer- oder Special Defence Contribution-Verbindlichkeiten sind innerhalb der jeweils geltenden Zahlungsfristen zu begleichen.
Da Zypern zwischen steuerlicher Ansässigkeit und Domizilstatus unterscheidet, sollten Anleger vor Abgabe der Steuererklärung sorgfältig prüfen, welche Regelungen auf sie Anwendung finden.
Steuerliche Behandlung ausländischer Kapitalanlagen
Viele auf Zypern steuerlich ansässige Personen investieren über internationale Broker und Handelsplattformen.
Für einzelne Broker wie:
- Interactive Brokers
- DEGIRO
- Trading 212
- Saxo Bank
- eToro
existieren keine besonderen steuerlichen Vorschriften.
Entscheidend sind vielmehr:
- die steuerliche Ansässigkeit
- der Domizilstatus
- die jeweilige Einkunftsart
(PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Ausländische Dividenden
Ausländische Dividenden können – abhängig von Steueransässigkeit und Domizilstatus – steuerpflichtig sein.
Vor der Auszahlung wird im Quellenstaat häufig bereits eine Quellensteuer einbehalten.
Dank des umfangreichen Netzes an Doppelbesteuerungsabkommen kann eine doppelte Besteuerung in vielen Fällen reduziert oder vermieden werden.
Ausländische Zinserträge
Ausländische Zinserträge können für auf Zypern domizilierte Steuerpflichtige der Special Defence Contribution unterliegen.
Ausländische ETFs
Die meisten ausländischen UCITS-ETFs und Investmentfonds fallen grundsätzlich unter die steuerlich günstigen Vorschriften für Wertpapiere und nicht unter die Kapitalertragsteuer für Immobilien, sofern sie ihren Wert nicht überwiegend aus zyprischem Grundbesitz beziehen (PwC Cyprus Tax Facts & Figures 2026).
Währungsumrechnung
Anleger sollten insbesondere folgende Unterlagen sorgfältig dokumentieren:
- Wechselkurse zum Kaufzeitpunkt
- Wechselkurse zum Verkaufszeitpunkt
- Dividendenauszahlungen
- Nachweise über ausländische Quellensteuern
Eine sorgfältige Dokumentation erleichtert die spätere Steuererklärung erheblich.
Weitere wichtige Steuern auf Zypern
Umsatzsteuer
Zypern erhebt einen regulären Umsatzsteuersatz von 19 % (Avalara VATLive, 2026).
Ermäßigte Umsatzsteuersätze
Für bestimmte begünstigte Waren und Dienstleistungen gelten zusätzlich ermäßigte Steuersätze von:
- 9 %
- 5 %
- 3 %
(Avalara VATLive, 2026).
Nullsteuersatz
Bestimmte Umsätze können nach dem zyprischen Umsatzsteuerrecht dem Steuersatz von 0 % unterliegen.
Für die meisten Anleger spielt die Umsatzsteuer vor allem im Zusammenhang mit dem privaten Konsum oder einer unternehmerischen Tätigkeit eine Rolle und weniger bei Kapitalanlagen.
Immobiliensteuern
Zypern hat die nationale jährliche Immovable Property Tax bereits im Jahr 2017 abgeschafft (PwC Worldwide Tax Summaries, 2026).
Damit erhebt Zypern derzeit keine wiederkehrende nationale Steuer auf Immobilienbesitz, wie sie in einigen anderen europäischen Staaten üblich ist.
Beim Erwerb oder Besitz von Immobilien können jedoch weiterhin folgende Abgaben anfallen:
- Gebühren für die Eigentumsübertragung
- Hypothekeneintragungsgebühren
- kommunale Abgaben
- Gebühren des Grundbuchamts
Immobilieninvestoren sollten deshalb zwischen einmaligen Transaktionskosten und laufenden Besitzsteuern unterscheiden.
Erbschaft- und Schenkungsteuer
Zypern zählt zu den steuerlich attraktivsten EU-Staaten für die generationenübergreifende Vermögensübertragung.
Erbschaftsteuer
Zypern erhebt keine Erbschaftsteuer.
Die frühere Nachlasssteuer wurde bereits zum 1. Januar 2000 abgeschafft (PwC Cyprus Tax Facts & Figures 2026).
Schenkungsteuer
Auch eine allgemeine Schenkungsteuer, wie sie in einigen anderen europäischen Staaten existiert, gibt es auf Zypern nicht (PwC International Tax Charts, 2026).
Dadurch werden Vermögensübertragungen innerhalb der Familie sowie die Nachfolgeplanung erheblich erleichtert.
Vermögensteuer
Zypern erhebt keine allgemeine Vermögensteuer (PwC International Tax Charts, 2026).
Im Gegensatz zu einigen Staaten, die hohe Privatvermögen jährlich besteuern, existiert auf Zypern keine laufende Besteuerung des Nettovermögens.
Gerade für vermögende Privatpersonen und Ruheständler stellt dies einen der größten steuerlichen Vorteile des Landes dar.
Steuerliche Vorteile und steueroptimierte Anlageformen
Die für diesen Leitfaden ausgewerteten Quellen nennen kein zyprisches Pendant zu:
- den britischen Individual Savings Accounts
- den französischen PEA-Konten
- den schwedischen ISK-Konten
Die steuerliche Attraktivität Zyperns ergibt sich stattdessen aus den strukturellen Besonderheiten des Steuersystems.
Hierzu zählen insbesondere:
- das Non-Dom-Regime
- keine Erbschaftsteuer
- keine Vermögensteuer
- keine nationale jährliche Immobiliensteuer
- die günstige steuerliche Behandlung vieler Wertpapiere und Investmentfonds
Für international mobile Anleger können diese Vorteile häufig wertvoller sein als klassische steuerbegünstigte Anlagekonten.
Geeignete Anlegerprofile
Zypern eignet sich insbesondere für:
- langfristige ETF-Anleger
- international tätige Unternehmer
- Dividendeninvestoren mit Non-Dom-Status
- Remote Worker
- vermögende Privatpersonen
- Ruheständler innerhalb Europas
Steuern in Europa vergleichen
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[EU-Steuervergleichskarte]
Wichtige Fristen und Termine
- Steuerjahr: 1. Januar bis 31. Dezember.
- Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung: Grundsätzlich bis zum 31. Juli des Folgejahres, vorbehaltlich offizieller Fristverlängerungen.
- Zahlungsfrist: Grundsätzlich zusammen mit der Steuererklärung.
- Abgabe der Steuererklärung: Elektronisch über das Cyprus Tax Portal.
- Jahressteuerbescheinigungen der Broker: In der Regel im ersten Quartal des Folgejahres verfügbar.
Anleger sollten die jeweils aktuellen Fristen direkt beim Cyprus Tax Department überprüfen, da diese gelegentlich verlängert werden können.
Häufige Steuerfehler von Anlegern
1. Den Domizilstatus ignorieren
Viele Expats kennen zwar die Regelungen zur steuerlichen Ansässigkeit, berücksichtigen jedoch nicht den Domizilstatus, obwohl dieser entscheidend für die Besteuerung von Dividenden und Zinserträgen sein kann.
2. Ausländische Dividenden nicht erklären
Auch wenn bereits im Ausland Quellensteuer einbehalten wurde, können ausländische Dividenden weiterhin steuerlich relevant sein.
3. Davon ausgehen, dass sämtliche Kapitalgewinne steuerpflichtig sind
Die zyprische Kapitalertragsteuer betrifft in erster Linie Immobilien und immobilienreiche Gesellschaften – nicht jedoch gewöhnliche Wertpapiere.
4. Unvollständige Dokumentation
Fehlende Brokerabrechnungen oder Transaktionsnachweise können die spätere Steuererklärung erheblich erschweren.
5. Fehlerhafte Währungsumrechnung
Oft werden historische Wechselkurse nicht ausreichend dokumentiert.
6. Veraltete Steuervorschriften anwenden
Zum 1. Januar 2026 traten bedeutende Steuerreformen in Kraft. Ältere Steuerleitfäden können daher überholt sein.
Ist Zypern steuerlich attraktiv für Anleger?
Vorteile
- Keine Vermögensteuer.
- Keine Erbschaftsteuer.
- Keine nationale jährliche Immobiliensteuer.
- Wettbewerbsfähiger Körperschaftsteuersatz von 15 %.
- Attraktives Non-Dom-Regime.
- Umfangreiches Netz an Doppelbesteuerungsabkommen.
- Steuerlich günstige Behandlung vieler Wertpapiere und Investmentfonds.
- Mitglied der Europäischen Union und der Eurozone.
Nachteile
- Progressiver Einkommensteuertarif bis 35 %.
- Komplexes Zusammenspiel von Steueransässigkeit und Domizilstatus.
- Immobilienbezogene Gewinne können weiterhin der Kapitalertragsteuer unterliegen.
- Internationale Anleger benötigen häufig fachkundige Beratung bei der Anwendung von Doppelbesteuerungsabkommen.
Für welche Anleger eignet sich Zypern?
Zypern ist besonders interessant für:
- langfristige ETF-Anleger
- international tätige Unternehmer
- Dividendeninvestoren
- gut verdienende Fachkräfte
- Ruheständler
- Expats mit dem Ziel einer EU-Steueransässigkeit
Zypern ist zwar nicht automatisch der Staat mit der niedrigsten Steuerbelastung in Europa, gehört aufgrund der Kombination aus EU-Mitgliedschaft, Non-Dom-Regime und der günstigen Besteuerung von Kapitalanlagen jedoch weiterhin zu den attraktivsten Steuerstandorten.
Weiterführende Ressourcen
Steuerrechner
- Rechner für Kapitalertragsteuer
- ETF-Steuerrechner
- Dividendensteuer-Rechner
- Nettogehaltsrechner
Investment-Ratgeber
- Investieren auf Zypern
- Die besten Broker auf Zypern
Länderleitfäden
- Lebenshaltungskosten auf Zypern
- Durchschnittsgehalt auf Zypern
Vergleichstools
- EU-Steuervergleichskarte
- Vergleich der Lebenshaltungskosten
- Nettogehaltsrechner
Haftungsausschluss
Dieser Artikel dient ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Steuer-, Rechts-, Buchhaltungs- oder Anlageberatung dar. Steuervorschriften können sich ändern und ihre Anwendung hängt von den individuellen Umständen ab. Prüfen Sie die aktuellen Anforderungen stets bei der zuständigen Steuerbehörde oder wenden Sie sich an einen qualifizierten Steuerberater, bevor Sie finanzielle oder Anlageentscheidungen treffen.
Steuerleitfaden Zypern
Iva Buće ist Wirtschaftswissenschaftlerin aus Kroatien mit Schwerpunkt auf digitalem Marketing und Logistik. Sie verbindet analytische Genauigkeit mit kreativer Kommunikation, um Themen wie Investieren und Finanzbildung verständlich zu machen. Bei Finorum schreibt sie über Finanzen, Märkte und den Einfluss von Technologie auf Anlagestrends in Europa.
Sources & References
EU regulations & taxation
- PwC Tax Summaries — elektronisches Steuererklärungssystem
- Kapitalertragsteuer, Capital Gains Tax oder CGT, von 20 %
- Körperschaftsteuer
- progressive Einkommensteuersätze
- Special Defence Contribution
- steuerlichen Ansässigkeit
- steuerlich günstige Behandlung vieler Wertpapiere
- umfangreiches Netz an Doppelbesteuerungsabkommen
- Umsatzsteuer

